Archiv der Kategorie: Altersvorsorge

Altersvorsorge auf britisch!

Die Briten haben nicht nur den wohl bekanntesten Geheimdienstagenten der Welt, sondern auch eine sehr lange Historie in der Kalkulation von Lebensversicherungspolicen. Denn schon vor über 200 Jahren wurde in Großbritannien die erste Lebensversicherungsgesellschaft in das Handelsregister eingetragen. Seit dieser Zeit hat es die britische Lebensversicherungsbranche sehr gut verstanden ihre Produkte erfolgreich weiterzuentwickeln, sodass heute einige britische Lebensversicherungskonzerne zu den größten der Welt gehören.

union-jack-1027893_640Britische Lebensversicherungen auch in Deutschland

So war es auch nur allzu logisch das auch die britische Lebensversicherung mit der Harmonisierung der europäischen Versicherungsmärkte Anfang der 90er Jahre den Schritt nach Deutschland gewagt hat und sich in den letzen 15 Jahren sehr erfolgreich im deutschen Altersvorsorgemarkt positionieren konnte.
So stellt die britische Lebensversicherung heute für viele deutsche Versicherungskunden eine interessante Alternative zur klassischen Kapitallebensversicherung dar, denn im Vergleich schneiden die britischen Angebote wesentlich besser ab.

Vorzüge des britischen Modells

Durch das Modell der With-Profit-Fonds können britische Lebensversicherungsvorstände während der Versicherungsdauer wesentlich mehr Gelder an den internationalen Aktienmärkten investieren und in guten Börsenphasen sehr gute Renditen erzielen, denn ein With-Profit-Fonds setzt sich immer aus zwei verschiedenen Komponenten zusammen. So gibt es auf der einen Seite eine jährlich garantierte Wertzuweisung und auf der anderen Seite einen Schlussbonus. Der Schlussbonus wird immer dann bezahlt, wenn das Fondsvermögen bei Vertragsablauf über den bisher zugesagten und garantieren Wertzuweisungen liegt. Damit unterscheidet sich das Modell der With-Profit-Fonds gar nicht so stark von dem einer deutschen Kapitallebensversicherung. Denn auch hier gibt es eine Garantieverzinsung sowie Überschüsse zum Ende der Laufzeit. Der große Unterschied liegt eigentlich nur in der Art und Weise, wie diese Überschüsse durch das Versicherungsunternehmen erwirtschaftet werden. Durch die wesentlich höhere Aktienquote der britischen Lebensversicherung, liegen auch die Ablaufrenditen in den meisten Vergleichszeiträumen höher als bei deutschen Angeboten.

Wohn-Riester – Alles Wissenswerte kompakt zusammengefasst

Rückwirkend seit dem 01.01.2008 gilt die neue Eigenheimrente, das sogenannte Wohn-Riester. Diese steuerlich geförderte Form der privaten Altersvorsorge soll die Eigenverantwortlichkeit der Bürger und Bürgerinnen gegenüber ihrer, im Rentenalter benötigten, finanziellen Mittel fördern. Daneben kann mit dem angesparten Vermögen der Kauf oder der Bau einer Immobilie finanziert werden.

Wie sieht die Förderung aus?

Das steuerlich geförderte Altersvorsorgekapital wird auf einem sogenannten Wohnförderungskonto erfasst und die dort eingestellten Beträge werden jährlich um 2% erhöht. Wenn man nun 4% seines beitragspflichtigen Vorjahreseinkommen für die Altersvorsorge spart, bekommt man den vollen Riester-Bonus von 154 € Grundzulage plus 185 € Kinderzulage und für die ab 2008 Geborenen sogar 300 € Kinderzulage. Das Maximum ist allerdings bei 2100 € inklusive Fördermittel pro Jahr erreicht. Je geringer der gesparte Anteil ausfällt, desto geringer ist allerdings auch der Zuschuss vom Staat.

Wer hat Anspruch auf die Förderung?

Anspruch auf Förderung haben alle Pflichtversicherten bei der gesetzlichen Rentenversicherung, die Pflichtversicherten in der Altersversicherung der Landwirte, Beamte und Empfänger von Amtsbezügen, Arbeitssuchende ohne Leistungsbezug wegen mangelnder Bedürftigkeit sowie Kindererziehende während der rentenrechtlich zu berücksichtigenden Zeiten. Daneben sind auch Rentner förderungsberechtigt, die aufgrund von Erwerbsminderung oder Erwerbsunfähigkeit eine entsprechende Rente beziehen sowie alle Empfänger einer Rente wegen Dienstunfähigkeit. Ehepartner von unmittelbar Förderungsberechtigen, die diese Kriterien nicht erfüllen, sind aber durch sie mittelbar förderungsberechtigt.

house-768667_640Einsatz des Kapitals zum Erwerb von Immobilien

Es war bisher zwar auch schon möglich Geld aus Riester-Verträgen zu entnehmen, dieses musste aber bis spätestens 2 Jahre danach wieder eingezahlt werden. Nun kann das Riester-Kapital auch voll oder aber mindestens 75% zur Immobilienfinanzierung, ohne Rückzahlung, genutzt werden. Eine Tilgungsförderung erfolgt bei der Anschaffung einer Wohnung in einem eigenem Haus, einer eigenen Eigentumswohnung, einer Genossenschaftswohnung in einer eingetragenen Genossenschaft sowie auf einem eigentumsähnlichen oder lebenslangem Dauerwohnrecht. Diese Immobilie muss den Lebensmittelpunkt und Hauptwohnsitz des Förderberechtigten darstellen. Daneben kann es auch zur Abzahlung eines bereits vorhandenen Darlehens zur Immobilienfinanzierung verwendet werden. Dabei wird dann der Riester – Bonus nicht mehr auf das Konto sondern auf das Darlehen angerechnet.

Was deckt Wohn-Riester nicht ab?

Nicht Riester gefördert sind eine altersgerechte Umrüstung des Hauses, die Finanzierung eines Zweifamilienhaus sowie die Renovierung einer Immobilie. Man kann das Geld zwar für diese oder andere Zwecke entnehmen, muss dann aber die steuerliche Förderung zurückzahlen. Wenn nun das Kapital zur Finanzierung einer Immobilie genutzt werden soll, kann man bei Bausparkassen oder Wohnungsgenossenschaften spezielle Riester-Produkte erwerben. Dabei handelt es sich meist um Mischprodukte, wie einem tilgungsfreien Darlehen und einem Bausparvertrag.

Um einem Missbrauch der Förderung vorzubeugen, muss jeder, der seine geförderte Immobilie innerhalb von 10 Jahren wieder verkauft eine Strafsteuer entrichten. Diese umfasst den 1,5fachen Betrag des Wohnungsförderungskontos. Wer den Erlös allerdings wieder in ein Riester-Produkt investiert oder innerhalb der nächsten 4 Jahre eine neue Immobilie erwirbt ist davon nicht betroffen. Bei Renteneintritt muss die Auszahlung allerdings versteuert werden, auch wenn keine Auszahlung, weil das Geld bereits entnommen wurde, erfolgt.

Der Einstieg in die Pensionskasse

Die gesetzliche Rente bietet heute gerade mal die Grundversorgung und ist keine ausreichende finanzielle Absicherung für den Ruhestand mehr. Es ist also an der Zeit die private Initiative zu ergreifen.

Vorteile für den Arbeitgeber

Ein mögliches Finanzierungsmodell wäre hierbei die betriebliche Rente z.B. in Form einer Pensionskasse. Hierbei schließt der Arbeitgeber die entsprechende Versicherung für seine Mitarbeiter ab. Ihm entstehen dadurch keine Mehrkosten, denn die Beiträge werden direkt vom Gehalt abgezogen und in die Pensionskasse überführt. Außerdem muss er keinen Beitrag zum Pensionssicherungsverein bezahlen und die Pensionskasse wird nicht in der Bilanz aufgeführt.

old-age-164760_640Vorteile für Arbeitnehmer

Der Arbeitnehmer hat von Beginn an unwiderruflichen Anspruch auf alle vereinbarten Leistungen. Auch bei Verlust oder Wechsel der Arbeitsstelle bleibt sein Kapital erhalten. Er kann die Pensionskasse privat oder beim neuen Arbeitgeber weiterführen. Ab Vollendung des 60. Lebensjahres und dem Eintreten des Ruhestandes, kann die versicherte Person ihr Kapital in Form einer lebenslangen Rente einfordern. Alternative zu einer Pensionskasse könnte auch eine Direktversicherung eine gute Lösung sein.