Monatsarchiv: September 2015

Die Arbeitslosenquote zum Jahresbeginn

Die Arbeitslosenquote im Januar 2012 beträgt 7,3% und ist gegenüber dem Vormonat Dezember 2011 um 10,8% gestiegen. Gleichzeitig ist im Vergleich zum Vorjahresmonat in 2011 die Arbeitslosenquote um 7,9% gesunken. Im Januar 2012 gab es 3.081.706 Arbeitslose. 301500 Arbeitslose mehr gegenüber dem Vormonat Dezember 2011. Allerdings sinkt im Januar 2012 im Vergleich zum Vorjahresmonat die Arbeitslosenzahl um 263.886.

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Saisonal bedingte Arbeitslosigkeit

Der Anstieg der Arbeitslosenquote ist saisonal bedingt erwartet worden und der plötzliche Umschwung vom milden Wetter im Dezember auf extreme Kälte im Januar erklärt zudem Anstieg der Arbeitslosenquote.
Von den 3,08 Millionen Arbeitslosen sind 32,8 % also 1,01 Millionen bei der Bundesagentur für Arbeit nach SGB III gemeldet und 67,2% also 2,07 Millionen Arbeitslose sind beim Jobcenter nach SGB II als arbeitslos erfasst. Das SGB II, also das Zweite Buch Sozialgesetzbuch ist die Grundsicherung von Arbeitssuchenden und das Nachfolgemodell der damaligen Arbeitslosenhilfe und wird heute als Hartz IV bezeichnet. Von 2,07 Millionen Arbeitslosen nach SGB II sind 44%, also 914.000, als Langzeitarbeitslose in der Statistik vermerkt und von 1,01 Millionen Arbeitslosen nach SGB III sind 13%, also 132.000, als Langzeitarbeitslose verzeichnet.
Von insgesamt 6,16 Millionen Personen in der Grundsicherung, welche die Berechtigung haben, Leistungen zu beziehen, sind 72% also 4,46 Millionen Personen erwerbsfähig und 28% also 1,7 Millionen Personen nicht erwerbsfähig. 95% der nicht erwerbsfähigen Personen sind Kinder im Alter unter 15 Jahren. Von den 4,46 Millionen Personen, welche als erwerbsfähig gelten, sind 47% also 2,07 Millionen nach SGB II beim Jobcenter gemeldet. 3,08 Millionen sind im Januar 2012 als arbeitslos nach § 16 SGB III gemeldet.

0,24 Millionen sind im weiteren Sinne als Arbeitslos gemeldet, womit sich die Statistik auf insgesamt 3.32 Millionen erhöht. Damit sind die Personen gemeint, die in Maßnahmen zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt sind. Es kommen dazu noch 0,58 Millionen Personen hinzu, die nah am Arbeitslosenstatus sind und in qualifizierten Arbeitsmaßnahmen sind, oder Bürgerarbeit leisten oder Weiterbildungen besuchen und wenn eine kurzzeitige Arbeitsunfähigkeit besteht. Die endgültige Statistik beläuft sich somit auf insgesamt 3,9 Millionen Personen, die als arbeitslos gelten.

Kaufkraft 2011 vs. 2012

Die Entwicklung des Konsumverhaltens in Deutschland ist ein wichtiges Indiz für das wirtschaftliche Wachstum. Das herrschende Konsumklima beeinflusst die Wachstumschancen der Wirtschaft. Steigt die Konsumlaune der deutschen Konsumenten, so steigt das Wachstum der Wirtschaft ebenfalls. Das Vertrauen der Konsumenten bestimmt das Konsumverhalten und wird bei steigenden Löhnen angeregt und verstärkt.

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Konsum & Inflation steigen, Kaufkraft stagniert

In 2012 wird ein positiver Blick auf die Entwicklung des Arbeitsmarktes geworfen. Mit gestiegenen Löhnen im Vergleich zum Vorjahr haben die Deutschen in 2012 mehr im Portemonnaie und könnten daher mehr Geld für Ansparungen, Reisen und weitere Konsumgüter ausgeben. Konsumforscher prognostizieren eine Steigerung der Kaufkraft von 2 Prozent im Vergleich zum Jahr 2011. Im Jahr 2012 haben die Deutschen somit pro Kopf ca. 400 Euro mehr für den Konsum zur Verfügung. Jedoch wird der Zuwachs durch die Inflationsrate gedämmt. Die Bundesbank prognostiziert eine Inflationsrate von 1,8 Prozent für das Jahr 2012. Werden gestiegene Kaufkraft und Inflationsrate verglichen, fällt das verfügbare Konsumpotenzial geschmälert aus. Die gestiegene Inflationsrate mindert den Profit der prognostizierten Steigerung. Im Jahr 2012 haben die deutschen Verbraucher laut einer Studie von Konsumforschern mehr Geld in der Hand, als im Jahr 2011, jedoch trübt ein Anstieg der Preise die Kaufkraft der Konsumenten negativ. In 2012 könnte das Konsumpotenzial in Deutschland somit stagnieren. Die Kaufkraft der Ruheständler im Lande ist im Jahr 2011 gesunken. Nach Abzug der Inflation hatten diese weniger Geld zur Verfügung als im Vorjahr. Dieser Trend ist seit Jahren bekannt, daher wurden die Bezüge der Rentner angehoben. Die Anhebung konnte jedoch keinen Ausgleich für die deutlich höhere Inflation schaffen.

Kaufkraft variiert von Land zu Land

Die Kaufkraft der Deutschen kann von Bundesland zu Bundesland abweichen. So fiel diese je Einwohner im vergangenen Jahr in den Bundesländern Bayern, Hamburg und Hessen höher aus als in den restlichen Bundesländern. Hamburg konnte seinen Indexwert verbessern und wird im Jahr 2012 als Bundesland mit der höchsten Kaufkraft gesehen. Auch Berlin und Bremen konnten eine Steigerung zum Vorjahr erzielen. Innerhalb Europas schwankt die mögliche Kaufkraft stark. In Regionen und Metropolen mit einer großen Bevölkerungsdichte, die über ein hohes Einkommen verfügt, ist diese merklich höher. Im Europavergleich liegt die pro Kopf Kaufkraft von Lichtenstein deutlich über der des Landes Moldawien.

Leichter Rückgang des Bruttoinlandsproduktes im 4. Quartal 2011

Mit Ablauf des Kalenderjahres 2011 ist es in der deutschen Wirtschaft zu einem leichten Dämpfer gekommen. Dies zeigt sich am Bruttoinlandsprodukt, auch als BIP Deutschland bekannt, das um 0,2 Prozent gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres verloren hat. Dies ist das Ergebnis nach der Bereinigung, die unter Bezug auf die Preise, die Saison oder generell auf den Kalender erfolgt. Jedoch wurde durch das Statistische Bundesamt mitgeteilt, dass es im Hinblick auf das Bruttoinlandsprodukt für das ganze Jahr zu einem Anstieg von 3,0 Prozent gekommen ist. Wird das Bruttoinlandsprodukt im Hinblick auf das Kalender betrachtet, so liegt der Anstieg nach einer ersten Berechnung sogar bei 3,1 Prozent.

Stabile Phase der Wirtschaftsleistung

Unter Vergleich der Wirtschaftsleistungen der entsprechenden Quartale brachte das vierte Quartal eine Steigerung der Wirtschaftsleistung mit sich. Gegenüber dem vierten Quartal des Jahres 2011 lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 1,5 Prozent höher als im gleichen Quartal des Vorjahreszeitraumes. In Bezug auf das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts hat sich das dieses abgeschwächt. Wird jedoch das ganze Jahr zum Vergleich beim BIP Deutschland herangezogen, so ergibt sich bezüglich der Wirtschaftsleistung eine weitere stabile Zeit. Nachdem die Krise der Wirtschaft nun schon zwei Jahre vorbei ist und deren Auswirkungen bis heute zu spüren sind, konnten alle Quartale des Jahres 2011 den jeweiligen Vorjahreszeitraum immerhin noch übertreffen.

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Investitionen wirken sich positiv aus

Es gab jedoch auch positive Impulse zu verzeichnen, wie sich nach der Bereinigung zeigte. Beim Vergleich der entsprechenden Quartale kam heraus, dass es die Investitionen waren, die positiv wirkten. Dabei waren es vor allem die Bauinvestitionen, bei denen im 4. Quartal 2011 mehr Investitionen getätigt wurden als im 3. Quartal 2011. Eine weitere Zunahme gab es im Bereich der Erwerbstätigen, die die Wirtschaftsleistung erbracht haben. Diese wurde im vierten Quartal 2011 von 41,6 Millionen Menschen erbracht worden ist. Wiederum bedeutete dies einen Anstieg der Zahl der Erwerbstätigen um 560.000 bedeutete.

Außenhandel entwickelt sich negativ

Als ungünstig entwickelte sich dabei der Außenhandel und entwickelte somit auch negative Einflüsse auf die Wirtschaftsentwicklung. Was sich ebenso negativ auswirkte, war der Konsumausgabenvergleich, was beim Vergleich der entsprechenden Quartale deutlich wird. Dabei gingen die Konsumausgaben leicht zurück. Nach der Vorlage der Daten für das 4. Quartal 2011 wurden die Daten der ersten drei Quartale auf der Basis der nun vorliegenden Gesamtinformationen angepasst. Demnach würde die erwartete Wachstumsrate für das Jahr 2012 bei etwa 0,2 % liegen, wenn die letzten Bereinigungen im Hinblick auf Saison oder Kalender vorliegen.